25.06.2026rss_feed

BMLEH, GEFA und internationale Agrardiplomatie stärken den Dialog für wettbewerbsfähige Agrarexporte

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© GEFA e.V.

Berlin, 23. Juni 2026 – Politik schafft Vertrauen – und Veterinärzertifikate öffnen Märkte.

Mit diesen Worten brachte Bundesminister Alois Rainer beim 12. GEFA-Diplomatensalon die zentrale Bedeutung des Zusammenspiels von Politik und der Veterinärabteilung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie der Wirtschaft für den internationalen Agrar- und Lebensmittelexport auf den Punkt. Deutschland verfügt über Veterinärabkommen mit mehr als 60 Staaten sowie über mehr als 380 vom BMLEH verhandelte Veterinärbescheinigungen, die internationale Absatzmärkte eröffnen, wiedereröffnen und langfristig sichern.

Die GEFA begrüßte die neue Agrarexportstrategie ausdrücklich und würdigte die Entscheidung des Bundesministers, die Exportförderung zur Chefsache zu machen. Jan-Bernd Stärk, Sprecher der GEFA, erklärte: Die neue Agrarexportstrategie setzt wichtige Impulse für eine moderne und praxisorientierte Exportförderung.

Mit Blick auf die geopolitischen Herausforderungen ergänzte Stärk: Gerade in Zeiten wachsender Handelshemmnisse brauchen unsere exportorientierten Unternehmen verlässliche politische Rahmenbedingungen, offene Märkte und wissenschaftlich fundierte Standards. Exportförderung, Marktzugang und internationale Zusammenarbeit gehören untrennbar zusammen.

Als aktuelles Beispiel für den Erfolg dieses partnerschaftlichen Ansatzes verwies Stärk auf die jüngste Marktöffnung der Philippinen für Schweinefleisch aus Deutschland. Sie zeige eindrucksvoll, wie das enge Zusammenwirken von Politik, Verwaltung, Diplomatie und Wirtschaft konkrete Fortschritte beim Abbau von Handelshemmnissen ermöglicht.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Keynote von Dr. Etienne Bonbon, Präsident der Terrestrial Animal Health Standards Commission der World Organisation for Animal Health (WOAH). Unter dem Titel Current Developments and Challenges in International Veterinary Certification erläuterte er die zentrale Bedeutung international anerkannter Veterinärstandards und transparenter Zertifizierungsverfahren für einen sicheren und verlässlichen Welthandel. Harmonisierte Standards und wissenschaftsbasierte Verfahren seien wesentliche Voraussetzungen für den Zugang zu internationalen Märkten und das Vertrauen der Handelspartner.

Zum inzwischen zwölften Mal brachte der GEFA-Diplomatensalon Vertreterinnen und Vertreter aus Diplomatie, Politik und Wirtschaft zusammen. Mehr als 90 Repräsentantinnen und Repräsentanten ausländischer Botschaften, der Bundesregierung sowie der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft folgten der Einladung der German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA e.V.) in den Internationalen Club des Auswärtigen Amts. Die Veranstaltung wurde in bewährter Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, dem Berliner Club der Agrardiplomaten und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durchgeführt.